Wurst, Tore, Bier und Musik – die Bajuwaren in München


Sonnenschein, Bayern-Sieg, Gaumenschmaus – klingt nach zu viel des Guten? Dann wart ihr noch nicht mit den Deiseler Bajuwaren unterwegs. Aber der Reihe nach.


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Text: Dennis | Fotos: Theo, Jacky, Andre, Philip & Dennis


Vergangenes Jahr erhielt Theo die frohe Kunde, dass wir auch in dieser Spielzeit wieder Karten für ein Heimspiel der Bayern erhalten würden. Nach Ingolstadt im Dezember 2015 war es nun die Frankfurter Eintracht, die neben uns zu Gast in München war.

So machten wir uns dann am vergangenen Wochenende auf den Weg dorthin – von Nordhessen aus – um die Südhessen in der bayrischen Landeshauptstadt spielen zu sehen, ja genau. Um 5.35 Uhr rollte der Bus, gelenkt von Altkanzler Gerhard Schröder, los. Unterwegs sammelten wir noch schon von der vorherigen Fahrt bekannte Gesichter ein. An dieser Stelle auch noch mal ein Hallo an Till und Tim.

Kurz nach Sonnenaufgang hielten wir zur ersten Rast. Wurst, Käse, Brötchen, Bier & Kaffee – Herz eines Busreisenden, was willst du mehr? Bestens gestärkt waren wir nun bereit. Wofür eigentlich? Ah, den Stau, richtig. Es wäre tatsächlich eine quälend lange Fahrt geworden, wären dort nicht die lustigen Fußball-Fans mit dem bereits angesprochenen Gerstensaft und dem durchaus interessanten Musikmix gewesen.

Auf der Fahrt ergab sich daraufhin das folgende Bild: Sven sammelte die obligatorischen Tipps für das Spiel ein, Bieker sprach den anderen Verkehrsteilnehmern in seiner gewohnt ruhigen Art gut zu und Kalle machte den Song. Wer machte den Song? Kalle machte den Song, supergeiler Song übrigens.

Der Plan, zunächst zum Hotel und von dort zum Stadion zu fahren, musste also zwangsläufig verworfen werden – was allerdings nicht sonderlich schlimm war. Schlimmer: Das Bier war alle. Kurz vor Ankunft konnte jedoch auch dieser Fauxpas schnell wieder behoben werden. Aus Allersheimer-Bügelpils wurde eine interessante Mischung aus Hacker-Pschorr-Bügelpils und Warsteiner.

Dann war es soweit: das schönste Stadion unseres kleinen blauen Planeten tauchte am Horizont auf. Es ist eines der Schlauchboote, das man mehr liebt als jene, die an einem mäßig-lauen Sommertag über die mückenverhangene Diemel schippern. Vor dem Bus wurde noch schnell für das Gruppenfoto posiert, danach waren Maihack Jr. und Chris (der Große) – ein beeindruckend guter Biertrinker, da wird mir jeder zustimmen – schon auf dem Zaun in der Südkurve.

Der Rest suchte sich seine Plätze im weiten Rund, übrigens auch in der Kurve. Allerdings zwei Ränge höher. Die Highlights: im Pullover ohne Jacke im Stadion zu sitzen und es angenehm zu finden, die Grätsche von Mats Hummels, die er selbst wie ein Tor feierte, das „überfällige“ 1:0, 2:0 und 3:0 unserer Bayern und PHILIP LAHM, den das ganze Stadion, vertreten durch Tim und mich, frenetisch für seinen 30.000 Ballkontakt seiner Karriere feierte. Negativ anzumerken ist nur – wenn man denn das Haar im Schlauchboot suchen möchte – dass während dieser Partie keine Weinschorle ausgeschenkt wurde. Jacky und Julia werden mir zustimmen.

Wieder am Bus angekommen wurde Philip für seine am Südkurvenzaun hart umkämpften Unterschriften auf seinem Trikot bestaunt, die er in Wahrheit allerdings zusammen mit dem Trikot einige Jahre zuvor im Rahmen einer unserer Veranstaltungen gewonnen hatte. Ausdrücklich erwähnt sei an dieser Stelle, dass wir alle es ihm damals schon total gegönnt und uns mit ihm gefreut haben. Oder so ähnlich.

Nachdem die Zimmer bezogen waren trafen wir uns um kurz vor Acht in der Lobby des Ibis-Hotels. Der Augustiner-Keller war unser Ziel. Eigentlich ist er nur einen Katzensprung vom Hotel entfernt und gut fußläufig zu erreichen, eigentlich. Da fährt doch niemand mit dem Taxi zurück, oder etwa doch, Chris?

Theo hatte im Vorfeld Plätze reserviert, sodass wir uns schnell auf die Speisekarte stürzen konnten. Ich habe nicht jeden gefragt, aber ich behaupte aus meiner Erfahrung heraus, dass das gereichte Essen dem Anlass gerecht wurde – lecker!

Nachdem jedermann und jederfrau gestärkt war verschlug es eine kleinere Gruppe unserer jungen Garde zum Kickboxen. Stimmen besagen, dass sie dort „immer schon von träumten.“ Den Spaß wollten wir ihnen natürlich nicht nehmen.

Als sich München am nächsten Morgen langsam wieder erhellte trafen sich die ersten schon wieder beim Frühstück an der Waffelbar. Bis 10.30 Uhr konnte ausgiebig gespeist werden ehe wir die Rückreise antreten wollten. Die Rückfahrt war geprägt von Helge Schneider, dem Postillon-Newsticker und Essen. Das ist doch schon etwas.

Gegen 18 Uhr erblickten wir endlich wieder die Kirchturmspitze. Der Bus wurde entladen und Manager gab hilfreiche Tipps:

Stellt es einfach in die Scheune.

Danke dafür.

Was bleibt? Eine lange, aber tolle und bestens organisierte Fahrt (Danke Theo), drei Tore gegen Frankfurt, patzende „Verfolger“, gute Musik, ausreichend Wurst, Käse und sonstige Leckereien – also: ein rundum gelungenes Wochenende.

Das ist doch schon etwas!

 


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