Schützenfest feiern und Tanzkontroller


Dennis blickt zurück

An diesen drei bzw. vier Tagen im Jahr ist ganz Deisel auf den Beinen. An diesen Tagen erlebt man sehr viel. Auf dem Weg zum Schützenplatz, unter dem Schützenzelt, auf dem Weg nach Hause. An dieser Stelle blicke ich auf unser Schützenfestwochenende 2016 zurück.


Ganze 271 Schuss hat der Adler über sich ergehen lassen bis er endlich fiel – und Majk Schützenkönig war. Das war am 6. Juli 2015. Ein Jahr voller Vorfreude später waren Majk und Gisela dann das Königspaar auf dem Deiseler Schützenfest 2016 – und das hatte so einiges zu bieten!

Durchlöchert: Erst nach 271 Schüssen fiel der Adler
Durchlöchert: Erst nach 271 Schüssen fiel der Adler

Freitag

Freitagabend luden die beiden bereits zum „Warm-Up“ an ihren Pool ein. Das Wetter spielte insofern mit, als dass es immerhin nicht regnete (man gibt sich im Sommer 2016 ja bereits mit wenig zufrieden). In den Pool verlief sich nicht ganz überraschend jedoch niemand.

Generalprobe für den Eröffnungstanz
Generalprobe für den Eröffnungstanz

Bei leckeren Snacks und kühlem Bier ließ es sich gut verweilen. Zu „Schützenkönig möcht‘ ich einmal sein“ schwoften Majk und Gisi beim inoffiziellen Eröffnungstanz über den Asphalt während im beleuchteten Pool flackernde Lichter über das Wasser trieben und für eine stimmige Atmosphäre sorgten, die Lust auf die kommenden drei Tage machte.


Samstag

EM in der Schützenhalle
EM in der Schützenhalle

Knapp eine Woche vor Schützenfest schlug Deutschland im EM-Achtelfinale die Slowakei und somit stand fest, dass das Viertelfinalspiel ausgerechnet am Schützenfestsamstag stattfinden würde. „Wie soll das gehen, Schützenfest und Fußball?!“, das fragten sich nicht Wenige.

Es ging. Sehr gut sogar! Der Großteil der über 1.000 Besucher am gesamten Wochenende füllte die Schützenhalle am Samstagabend. Mit anderen Worten: Die Bude war „rappelvoll“, wie Hubert es beschreibt.

An diesem Abend erhielt ich dann auch meinen ersten Tanzkontroller des diesjährigen Festes. Also diese „Anstecker“ ohne Namen – bisher. Jetzt hatten sie endlich einen, nachdem Walter mich aufklärte. An dieser Stelle eine kurzes Zitat.

Tanzkontroller mit unübertragbarem Spitznagelverschluss: Einlasskontroller universal einsetzbar, bei Veranstaltungen und Events jeglicher Art.

tanzkontrollerfabrik.de
Beschreibung des Tanzkontrollers „ULTRA“

Wieder was gelernt. Eine tolle Erfindung, so ein Tanzkontroller.

Zurück zum Wesentlichen: Das Spiel zwischen Deutschland und Italien bot während der regulären Spielzeit schon viel – im Elfmeterschießen dann alles! In den ersten 90 Minuten war, für viele überraschend, auch auf der Tanzfläche sehr viel los. Stimmen kamen auf, dass es „ein wenig von Weiberkarneval“ gehabt hätte. Nicht, dass ich das aus eigener Erfahrung beurteilen könnte, aber ich nehme es einfach mal positiv mit auf. Feiern mit Band und Tanz sowie Fußball vor der Leinwand war somit also auch zur selben Zeit möglich!

Riesenjubel nach dem gewonnenen Elfmeterschießen
Riesenjubel nach dem gewonnenen Elfmeterschießen

Nach dem nicht ganz unspannendem Elfmeterkrimi und Jonas HecTOR brachen dann alle Dämme. Jubeltrauben hier, Freudentänze dort. Die Band reagierte sofort – sofort gut. Die Tanzfläche habe ich so brechend voll noch nicht erlebt (und das über den gesamten weiteren Abend hinweg ohne Pause).  Die Stimmung war dementsprechend und Frank hatte hinter der Theke vermutlich keine Probleme mit sich abstehendem Bier.

Rappelvoll war die Tanzfläche nach dem Abpfiff bis tief in die Nacht
Rappelvoll war die Tanzfläche nach dem Abpfiff bis tief in die Nacht

„Schützenfest feiern, jedes Jahr drei Tage lang…“ hallte bereits an diesem Samstag durch die Halle – wenn auch noch ein wenig verhalten. Das sollte sich bis Montag allerdings noch grundlegend ändern.


Sonntag

Der Wetterbericht für Sonntag prognostizierte Regen. Für 14 Uhr. Dem war aber nicht so – zum Glück! Das Wetter hielt sich und der Festumzug schlängelte sich trockenen Fußes durch die Deiseler Altstadt vorbei an hunderten, den Straßenrand säumenden, Zuschauern.

Der Festumzug lief zum Glück ohne Regen ab
Der Festumzug lief zum Glück ohne Regen ab

Angekommen auf dem Schützenplatz bot sich dem geneigten Schützenfestbesucher ein schönes Bild: Zur Bratwurstbude und dem Pizzawagen gesellten sich in diesem Jahr eine große Schießbude, Zuckerbude, ein Crêpes-Stand sowie ein Kinderkarussell. Ein gutes Angebot! (Fast) Alle Schausteller haben wir abgegrast – der Betreiber des Kinderkarussells verwies uns darauf, dass der Zusatz „Kinder“ im Namen schon seine Berechtigung hat. Schade, aber nun gut.

Strahlender Sonnenschein am Nachmittag
Strahlender Sonnenschein am Nachmittag

Dass es abends nochmal „rund“ ging unter dem Schützenzelt bedarf eigentlich keiner zusätzlichen Erwähnung, der Vollständigkeit halber mache ich es aber gerne. Einer Erwähnung bedarf es jedoch, dass ich an diesem Tag Tanzkontroller Nummer zwei an meiner Hose befestigen durfte – mit unübertragbarem Spitznagelverschluss wie wir jetzt wissen.


Montag

Der Montag begann mit einem Novum: zum ersten Mal trafen wir uns an der GNA-Hütt’n zum gemeinsamen Frühstück. Die üblichen wagemutigen, tollkühnen Edelmänner hatten zu diesem Zeitpunkt schon das traditionelle Bad in der Diemel hinter sich gebracht. Am Eingang gab es dann – dreimal darf geraten werden – den dritten Tanzkontroller.

Frühstück an der GNA-Hütt'n
Frühstück an der GNA-Hütt’n

Der Musikzug (vor kurzem habe ich länger darüber nachgedacht, wie wichtig dieser für das gesamte Fest ist) gab ein Platzkonzert vom Feinsten zum Besten. Freibier gab es auch wieder genug. Wobei: geht das, genug Freibier?! Sei’s drum.

Und dann, wir waren gerade damit beschäftigt eine Flasche Sekt an der Schießbude zu schießen, fiel plötzlich der Adler. Wollte natürlich zunächst keiner glauben. Wieder drinnen angekommen blieb uns dann jedoch nichts anderes übrig. Cora hatte es also geschafft.

Schützenverein "Geile Typen"
Schützenverein “Geile Typen”

Für uns fühlte es sich an, als wäre er noch nie so früh gefallen. Da wurden wir jedoch zügig von den Veteranen des Schützenvereins korrigiert. In jedem Fall wurde noch ausgiebig gefeiert. Mittlerweile waren auch alle textsicher:

Und scheißegal, wo wir an der Theke stehen… Wir wollen Schützenfest feiern, jedes Jahr drei Tage lang – Schützenfest feiern! Uff! – Nananananananananananana…

Der Schützenfesthit
ohne Zweifel. Und ein Ohrwurm, nicht wahr?!

Der Highlights nicht genug? Gabalier & Co. waren auch noch da. HULAPALU, „Vierzig Grad am Dancefloor“ – „Hodi odi ohh di ho di eh“. Rambazamba unter dem Schützenzelt!

Hulapalu!
Hulapalu!


2017

Im Hinblick auf kommendes Jahr lehne ich mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass wir die wohl größte Anzahl an Ehrendamen erleben dürfen (ich lasse mich auch hier gerne korrigieren). Na, ist das nicht was?!

Ich bin jedenfalls voller Vorfreude – wie die drei Tanzkontroller im nächsten Jahr aussehen werden.

Bis dahin ist es erstmal „scheißegal wo wir an der Theke stehen“.

Hodi odi ohh di ho di eh,
Dennis


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